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Sechs bis zehn Prozent der Männer, die sich zuvor sterilisieren ließen, wollen diesen Eingriff wieder rückgängig machen und eine Refertilisierung vornehmen lassen. Die von Urologen bevorzugte Methode hierfür ist die Vasovasostomie. Bei der Vasovasostomie werden die durchtrennten Samenleiterenden des Mannes wieder zusammengeführt.
Die Vasovasostomie ist ein mikrochirurgisches Verfahren, dass sehr viel Feingefühl und Operationsgeschick des Facharztes voraussetzt. Da die Strukturen, mit denen der Arzt bei einer Vasovasostomie arbeitet, sehr klein und die Anforderungen an die Präparationstechnik sehr hoch sind, wird diese unter einem speziellen Operationsmikroskop durchgeführt.
Bei einer Vasovasostomie werden die Samenleiter über zwei kleine Schnitte in der Hodenhaut freigelegt und vorpräpariert. Anschließend werden die Samenleiter mit sehr feinen Nähten und einer speziellen, mehrschichtigen Nahttechnik wieder aneinandergeführt. Schon während dem Eingriff wird die Durchgängigkeit der Samenleiter überprüft. Finden sich unter dem Mikroskop aus dem vom Hoden kommenden Samenleiterende keine Spermien oder Spermienfragmente, hat der Arzt die Möglichkeit, die Nebenhodenkanälchen direkt mit dem oberen zur Harnröhre verlaufenden Ende des Samenleiters zu verbinden. Diese Methode wird Tubulovasostomie genannt.
Eine Vasovasostomie birgt wie jeder chirurgische Eingriff gewisse Risiken. Allerdings sind diese, da nicht innerhalb der Bauchhöhle operiert werden muss, sehr gering. In der Regel kommt es zu lokalen Blutergüssen und leichten Schmerzen, die innerhalb weniger Stunden abklingen. Eine Vasovasostomie verspricht gute Erfolge – mit einer Schwangerschaft kann jedoch erst nach 6-12 Monaten gerechnet werden.
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